Was ist Licht?

In diesem Blogeintrag möchte ich ein wenig auf das Thema „Licht“ eingehen. Gerade in den sozialen Medien wie Facebook, bin ich doch immer wieder überrascht mit welchem falschen Halbwissen „Profis“ ihr „Können“ in Workshops oder neunmal Kluge Kommentare verfassen. Daher möchte ich hier etwas dagegen wirken und vielleicht hilft es dem ein oder anderen bevor er sein Geld für Workshops und Co aus dem Fenster wirft.

Beginnen möchte ich kurz und knapp mit dem Mythos  LowKey- und HighKey

LowKey- und HighKey

Viele Fotografen betiteln ihre Fotografie als LowKey oder analog als HighKey, wenn ihre Fotos extrem unter- oder überbelichtet sind. Interessant ist hier auch immer wieder zu sehen das dies die Ausrede ist wenn man  sein „Meisterwerk“ verteidigen muss, wenn konstruktive Kritik anfällt.

Was ist also ein LowKey? Bei dieser Art von Ausleuchtung bleiben große Teile der Szene dunkel und das Bild lebt von den wenigen aber intensiven Kontrasten. Dabei ist nochmal zu erwähnen, dass dies nichts mit einer übertriebenen Unterbelichtung zu tun hat. Sondern zeigen sich satte Farben am unteren Ende der Tonwertskala, und die gesetzten Schatten sind tief. Auch wichtig ist, dass die wichtigen Elemente „korrekt“ belichtet sind! Ziel dabei ist eine Atmosphäre mit einer gewissen Dramatik zu erzielen.

Analog ist HighKey  ein technisch gestalterischen Stil, bei dem helle Farbtöne vorherrschen und wie auch bei LowKey hat  dies nichts mit einer Überbelichtung oder „Ausgebrannter Haut“ zu tun.

 

Verfälschte Farben durch Licht?

 

Die Krönung aller Aussagen von Experten ist das Blitzlicht bzw. Kunstlicht die Farben und den Kontrast verfälscht und verändert. Ob das stimmt?

Erstmal muss definiert werden was Licht eigentlich genau ist. Dabei sind zwei Definitionen entscheidend:

  1. Ein über die Zeit regelmäßig wiederkehrendes, harmonisches Wertemuster nennt man Schwingung.
  2. Ein sich über den Raum regelmäßig ausbreitendes, harmonisches Wertemuster nennt man Welle.
Quelle Wikipedia

Licht  ist nichts anderes als eine elektromagnetische Naturerscheinung. Bedeutet Licht kann als schwingendes und sich gleichzeitig räumlich ausbreitendes elektro-magnetisches Feld beschrieben werden.

Das für uns sichtbare Licht ist dabei nur ein kleiner Bereich der für die menschliche (Reiz-) Wahrnehmung eine Bedeutung spielt.

Quelle WIkipedia

Wenn wir also Fotografieren oder Filmen arbeiten wir selten mit einer eindeutigen Wellenlänge sondern mit einem Wellenlängengemisch die eine sogenannte Spektralverteilung hat.

Was passiert also wenn wir mit „natürlichem Licht“ fotografieren. Wir haben durch die  Jahreszeit, Uhrzeit und Wetterlage (Bewölkung) eine unterschiedliche Spektralverteilung die sich im Himmel schon mischt. Also eine Verfälschung/ Veränderung des Farbspektrums. Das kann man schon feststellen wenn man am Filmen ist und sich eine Wolke vor die Sonne schiebt.

Wenn man also mit einem Kunstlicht beispielsweise einem (hochwertigen) Blitz fotografiert macht man sich die Wellenlänge des Lichtes zu nutzen. In Kombination mit der Kamera/ Objektiv stellt man bekanntlich die Kamera so ein, dass man erstmal nichts sieht.

Durch das zuschalten der Blitzlichter erzeugt man in diesem Schritt also Kunstlicht das einen gewissen Kalvin Bereich abdeckt. Auf diesen Bereich kann dann ein korrekter Weißabgleich durchgeführt werden. Wie man also feststellen kann, kann man somit „Farbecht“ arbeiten! (Daher wird auch in der Filmproduktion sämtliches Umgebungslicht „gelöscht)

Weitergehend kann man dadurch auch das Helligkeitsempfinden des menschlichen Auges genau berücksichtigen. Da der Mensch am ehesten auf grüne Wellenlängen reagiert kann man so sehr genau ein korrektes Empfinden generieren. (So funktioniert z.B YCrCb und der 4.2.2. Standard).

Da das Thema doch recht Physik-Lastik ist, möchte ich an dieser Stelle den Beitrag beenden und hoffe, dass man dennoch ohne Formeln und  den wenigen Skalen/ Diagramme das Thema verstanden hat 🙂

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